Schwarz-Gelb hat keine Strategie zur Kostensenkung und lässt Versicherte allein die Zeche zahlen

Bundespolitik


Brandner und Schwartze im Fachgespräch mit Direktoren der gesetzlichen Krankenkassen vor Ort

Minden-Lübbecke: In einem Fachgespräch auf Einladung der Landtagsabgeordne-ten Inge Howe und Karl-Heinz Haseloh sprachen die Bundestagsabgeordneten Klaus Brandner und Stefan Schwartze zum Thema „Herausforderungen in der gesetzlichen Krankenversicherung“ in der Geschäftsstelle der Signal Iduna Minden. Brandner setzte sich dabei vor allem mit dem Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Regierungskoalition auseinander und sprach mit den Direktoren der gesetzlichen Krankenkassen vor Ort ausführlich über die derzeitigen Rahmenbedingungen ihrer Arbeit, Probleme und Anforderungen.

„Schon nach wenigen Monaten ist das zentrale Wahlversprechen der schwarz-gelben Koalition geplatzt“, so Brandner. Anstatt angekündigter Entlastungen für die Menschen würde es deutliche Belastungen geben. Den gesetzlich Versicherten der Krankenkassen drohen erhebliche Zusatzbeiträge und damit das Gegenteil von mehr Netto vom Brutto. „Mit der einseitigen Belastung der Versicherten bestätigt man die Klientelpolitik, wenn zugleich Pharmaindustrie, Apotheker und andere Leistungsanbieter verschont werden“, kritisierte der Abgeordnete. Die Stichworte aus dem Koalitionsvertrag – einkommensunabhängige Prämien, Einfrieren des Arbeitgeberbeitrags, Regionalisierung – zeigten schon die Stoßrichtung mit der die solidarische und gerechte Finanzierung der Risiken bei Krankheit und Pflegebe-dürftigkeit aufgekündigt wird.

In der gegenwärtigen Wirtschaftskrise lässt Schwarz-Gelb allein Beschäftigte und Rentnerinnen und Rentner die Zeche zahlen. Mit dem Einfrieren des Arbeitsge-berbeitrags werden die Arbeitgeber aus der paritätischen Finanzierung entlassen. Sie werden geringeres Interesse an gesunden Arbeitsbedingungen haben und in der Selbstverwaltung der Krankenkassen weniger dafür eintreten, die Ausgaben und Kostensteigerungen im Gesundheitssystem unter Kontrolle zu halten.

Mit der Einführung der „Kopfprämie“ wird der bisherige Solidarausgleich untergraben. Die als Solidarausgleich vorgeschlagene Subvention aus Steuermitteln könn-te eine Schieflage zwar abmildern, bei den errechneten 35 Milliarden Steuergeld und der derzeitigen Staatsverschuldung ist allerdings mehr als zweifelhaft, inwie-weit ein solches Modell glaubwürdig die soziale Balance sichern kann. Hinzu kommt, dass ein außerordentlich verwaltungsaufwändiges Antragsverfahren ein Großteil der Mittel in der Bürokratie versenkt.

Klaus Brandner fordert, dass aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit die Zusatz-beiträge wieder abgeschafft werden müssen. Die SPD spricht sich für eine eindeu-tige Rückkehr zur paritätischen Finanzierung aus. „Beschäftige und Arbeitgeber müssen wieder zu gleichen Teilen und gemeinsam die Beiträge für die gesetzlichen Krankenkassen aufbringen.“ so Brandner.

Im Durchschnitt seien 33 % aller Versicherten von den Zusatzbeiträgen betroffen. „Die Regierungskoalition hätte besser daran getan, über Steuersenkungen im Gesundheitsbereich nachzudenken, statt ein Bürokratiemonstrum zur Finanzierung der Steuersenkung im Hotelgewerbe zu entwickeln“, erklärte SPD-Bundespolitiker Stefan Schwartze abschließend.

Bildunterschrift:
Im Gespräch mit den Regionaldirektoren der gesetzlichen Krankenkassen (v.l.n.r.): Dr. Heinz Theo Giesen (SIGNAL IDUNA IKK Münster), Reinhard Cunardt (BKK Melitta Plus), Jürgen Uppenbrock (Barmer GEK Bielefeld), Karl-Heinz Haseloh (MdL), Gerhard Wiechers (AOK Herford/Minden-Lübbecke), Inge Howe (MdL), Klaus Brandner (MdB), Stefan Schwartze (MdB), Horst Brinkhoff (SIGNAL IDUNA IKK Minden-Lübbecke) und Ernst-Wilhelm Rahe (SPD-Landtagskandidat).

 

Homepage Inge Howe MdL

 

WebsoziCMS 2,8.9 - 442765 -

Ausschüsse



 

Landt@g live!

 

NRWPakt 2009

 

Lehrerstellen

 

Fraktionsbericht 2009

 

Pannen, Pleiten ...

 

Hände weg!

 

Stark gegen Rechts

 

meinespd.net

 

Jusos im Mühlenkreis

 

News der NRWSPD

Zur Ankündigung von Andreas Pinkwart, einen Schulkonsens in NRW mitzutragen, erklärt Jochen Ott, stellvertretender Vorsitzender der NRWSPD:

„Wir freuen uns über die Bereitschaft der NRW-FDP zu einem Schulkonsens. Wir haben alle im Landtag vertretenen Parteien eingeladen, mitzuwirken und sich für eine positive Entwicklung Nordrhein-Westfalens einzusetzen. Andreas Pinkwart beweist Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, wenn er diese Einladung annimmt. Das ist ein erster wichtiger Schritt für eine gute Schulpolitik für alle in unserem Land.“

Im Interview spricht die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen und Vorsitzende der NRWSPD über eine stärkere Bürgerbeteiligung, die Aussagen von Thilo Sarrazin, die Ziele der SPD und über die Katastrophe von Duisburg.

Die Ziele künftiger Alterssicherungspolitik sind für die SPD damit klar beschrieben:

* Schutz vor Altersarmut.
* Sicherung der gesetzlichen Rentenversicherung als unverzichtbare Grundlage der Altersvorsorge und der Lebensstandardsicherung im Alter, die mit betrieblichen und privaten Alterssicherungen verbunden werden muss.
* Generationengerechtigkeit und faire Verteilung der Finanzierung.

 

WebSozis

Websozis Soziserver - Hosting von Sozis für Sozis Websozis-Servicecenter - Informationen vernetzen