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Familie und Jugend


SPD-Landtagsabgeordnete diskutierten notwendige Korrekturen im Kin-dergartenbereich mit Fachleuten

Dank an Haseloh für seine engagierte Arbeit im Kinder- und Jugendbereich

Hille/Kreis Minden-Lübbecke: „Viele Bälle liegen jetzt im Becken“, waren sich die Trägervertreter und Fachberaterinnen der Kindergärten einig, die auf Einla-dung der Landtagsabgeordneten Inge Howe und Karl-Heinz Haseloh in der Alten Lübber Volksschule notwendige Korrekturen im Kinderbildungsgesetz diskutierten. Und die „Bälle“ hatten Namen wie Sprachförderung, Ausbau der U3-Plätze, Integration behinderter Kinder, Tagespflege, auskömmliche Kindpauschalen, Bildungsqualität und Fachkräftemangel.

“Wir erhalten immer noch viele Anfragen und Anregungen von Eltern und Er-zieherinnen, die sich mit den Folgen des Kinderbildungsgesetzes auseinander setzen“ erklärten Howe und Haseloh. So würden viele Eltern weiter steigende Gebühren befürchten, weil die Kommunen kein Geld mehr hätten. Dieser Sorge konnte Kreisjugendamtsleiter Helmut Poggemöller entgegen treten: „Im Bereich des Kreisjugendamts ist keine Gebührenerhöhung vorgesehen.“ Das gelte auch für Kommunen, die keinen ausgeglichenen Haushalt vorweisen können. Nicht im Zuständigkeitsbereich des Kreises gehören die Städte Bad Oeynhausen, Porta Westfalica und Minden mit ihren eigenen Jugendämtern.

„Hier in Minden-Lübbecke gibt es eine konsequente Arbeit zur Verbesserung der Lebenssituation von Kindern und Familien“, betonten beide SPD-Landespolitiker und erklärten: „Auch unter erschwerten haushaltspolitischen Rahmenbedingungen haben unsere Städte und Gemeinden im Kreisgebiet in den vergangenen Jahren die Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren als auch die Zahl der Ganztagsplätze an Grundschulen weitgehend ausgebaut.“ Seitens des Kreisjugendamtes sei aktuell eine Betreuungsquote für unter Dreijährige von 19 Prozent erreicht.

Es gibt aber Schattenseiten des Landesgesetzes. „In einem pauschalen Finan-zierungssystem werden vor allem die Einrichtungen mit besonderen Problem-konstellationen in sozialen Brennpunkten, mit überlangen Öffnungszeiten oder mit besonderen Betreuungsangeboten zu wirtschaftlichen Verlierern“, erklärte Klaus Dannhaus, Vorstandsvorsitzender der AWO in Ostwestfalen-Lippe. „Die Landesregierung wird sich überlegen müssen, ob sie mittelfristig viele der spe-zialisierten Kindertageseinrichtungen wie Waldkindergärten und Initiativkinder-gärten, die besonders auf Elternwünsche eingehen, verlieren will“, so Dannhaus.

Elfriede Felgenhauer, Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Vlotho / Bad Oeynhausen und Karin Birkholz, Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Minden machten auf ein weiteres Problem aufmerksam: „Das jetzige Buchungssystem verursacht Unsicherheiten.“ So sei eine vernünftige Personalplanung nicht mehr möglich. „Kurz vor Beginn des Kindergarten-jahres wissen wir nicht, wie viele Eltern ihre Kinder anmelden“. Dies würde vor allem junge Erzieherinnen auf Teilzeitstellen betreffen, deren Bedarf somit erst kurzfristig geplant werden kann.

Verbesserungen forderten die Gesprächsteilnehmer auch bei der frühkindlichen Sprachförderung. Diese sei „falsch konzipiert und einfach zu bürokratisch“, unterstrich Dietmar Heßlau, DRK-Geschäftsführer im Altkreis Lübbecke. Hier sie beispielsweise zu überlegen, ob die „Landesregierung das Nachweis-verfahren ändern könne“.
Abschließend bedankte sich Landesjugendpolitiker Karl-Heinz Haseloh und verabschiedete sich „Dies war sicherlich mein letztes Gespräch als Abgeordneter in dieser Runde, ich wünsche ihren Einrichtungen weiterhin eine gedeihliche Arbeit zum Wohle der Kinder“.

Bildunterschrift:
Behalten die Zukunft der Kindergärten im Blick: auf Einladung der Abgeordne-ten Karl-Heinz Haseloh (3. v. l.) und Inge Howe (6. v. l.) trafen sich Trägerver-treter der Kirchenkreise Minden, Lübbecke, Vlotho/Bad Oeynhausen, der AWO OWL, des Deutschen Roten Kreuzes und der Parität und sprachen auch mit Elfriede Felgenhauer aus dem Kirchenkreis Vlotho / Bad Oeynhausen (5. v. r.)

 

Homepage Inge Howe MdL

 

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Zur Ankündigung von Andreas Pinkwart, einen Schulkonsens in NRW mitzutragen, erklärt Jochen Ott, stellvertretender Vorsitzender der NRWSPD:

„Wir freuen uns über die Bereitschaft der NRW-FDP zu einem Schulkonsens. Wir haben alle im Landtag vertretenen Parteien eingeladen, mitzuwirken und sich für eine positive Entwicklung Nordrhein-Westfalens einzusetzen. Andreas Pinkwart beweist Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, wenn er diese Einladung annimmt. Das ist ein erster wichtiger Schritt für eine gute Schulpolitik für alle in unserem Land.“

Im Interview spricht die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen und Vorsitzende der NRWSPD über eine stärkere Bürgerbeteiligung, die Aussagen von Thilo Sarrazin, die Ziele der SPD und über die Katastrophe von Duisburg.

Die Ziele künftiger Alterssicherungspolitik sind für die SPD damit klar beschrieben:

* Schutz vor Altersarmut.
* Sicherung der gesetzlichen Rentenversicherung als unverzichtbare Grundlage der Altersvorsorge und der Lebensstandardsicherung im Alter, die mit betrieblichen und privaten Alterssicherungen verbunden werden muss.
* Generationengerechtigkeit und faire Verteilung der Finanzierung.

 

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